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Eine der ersten käuflichen Super Moto-Maschinen: Gilera Nordwest / Nordcape 600

Schon 1990, vier Jahre vor der KTM Duke 1, gab es ein Motorrad, welches den Vergleich mit den heutigen Super Moto-Maschinen nicht zu scheuen braucht. Es kam aus Italien und war eine Gilera.

Damals war der Begriff Super Moto noch gar nicht wirklich gebräuchlich. Es gab zwar schon die Super Motard-Rennen, bei denen sich Straßen- und Geländefahrer sich auf umgebauten Moto Cross-Maschinen duellierten, aber die Gilera Nordwest, oder wie sie später hieß Nordcape, war ein Funbike.

Die Nordwest/Nordcape war eine Ableitung aus den Enduro-Modellen von Gilera. Man bediente sich aus dem Baukastensystem und verpasste dem Funbike erstmal eine neue Lampe samt Verkleidung und die obligatorischen 17 Zoll-Räder. Die Federelemente wurden gekürzt und vorn kam sogar eine damals noch unübliche Upside-Down-Gabel als Vorderradführung zum Einsatz. Darüber hinaus sorgte eine Doppelscheibenbremse mit Vierkolbensätteln am Vorderrad für amtliche Verzögerung.

Gilera Nordcape

Der 558ccm-Motor aus der Enduro RC600 war ein flüssigkeitsgekühltes Aggregat mit knapp 50PS. Er wurde mit einem Elektrostarter zum Leben erweckt und übertrug die Leistung über ein 5-Ganggetriebe an das kettengetriebene Hinterrad. Interessant ist, dass der Betrieb der Nockenwellen mit einem Zahnriemen geschieht. Die Felgen der Nordwest würden heutigen Super Moto-Sprüngen nicht dauerhaft standhalten, aber damals war der Begriff Super Moto noch etwas anders definiert. Schließlich hatte die KTM Duke 1 auch nur 160mm Federweg…

Ich finde, die Nordwest/Nordcape von Gilera ist eines der schnittigsten Einzylinder-Bikes mit 17 Zöllern.

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