Umbau einer Suzuki DR350N in 1996
Da dieser Umbau vor der Zeit war, als Fotografie noch nicht so einfach mit der Digitalknipse möglich war, sind die Bilder dieser Dokumentation entsprechend mittelmäßig. Doch nun zum Wesentlichen, dem Umbau. Bild 1 zeigt die Ausgangsversion: US-Version der DR350, auch DR350N genannt. Vorzüge: Kunststofftank, Mikuni-Flachschiebervergaser mit Beschleunigerpumpe, Hinterrad ohne Rückdämpfer, verstärkte Federelemente, anderer Auspuff, höhere Sitzbank und Ochsenaugenblinker (da original keine dran). Das wichtigste – die Leistung: 34PS, anstatt der damals üblichen 27PS in der deutschen Version. Und das bei etwa 125kg – im Gegensatz zu 140kg.

Suzuki DR350N im weitestgehenden Originalzustand
Ein Unfall machte der Maschine aber den Garaus.

Suzuki DR350N im abgewandelten Design nach dem Unfall
Der Rahmen, die Gabel und das Vorderrad waren hin.

Gabel und Rahmen der DR350N sind Schrott
Der Umbau war also nicht weit. Da das Motorrad nur noch auf der Straße bewegt werden sollte, wurde das rückdämpferlose Hinterrad verkauft und dafür gebrauchte Naben für vorn und hinten beschafft. Dazu Akront-Felgen in Duke-Dimensionen also 3,5Zoll für vorn und 4,25Zoll für hinten, denn es sollten die MT60R/RS von Pirelli montiert werden, wie sie auch auf der KTM Duke verbaut waren. Der Rahmen trägt eine orangefarbene Kunststoffbeschichtung.

Neuaufbau: Super Moto-Suzuki DR350N noch ohne Verkleidungsteile
Der Kunststofftank wurde ebenso verkauft. Es sollte ein lackierbarer her, also wurde der von der deutschen Version aus Stahl genommen.

Fertig: Super Moto-DR350N frisch aus der Werkstatt
Die Gabelschoner sind umgebaute von den WP-Upside-Down-Gabeln.

Lampenmaske und Gabelschoner zieren die Front der Suzuki
Die Seitendeckel sind etwas gestutzt worden; das unterstreicht die neue schnittigere Linie. Die Schwinge wurde poliert und die Bremssättel und die Bremspumpe golden lackiert.

Polierte Schwinge und goldene Bremssättel an der Suzuki DR350N
Die Seite in der Totalen:

Seitenansicht: Das Design der DR350 ist den Suzuki-Crossern aus der Zeit des Umbaus nachemfunden
Das Cockpit hatte alles was nötig war: Acerbis-Klappspiegel, beleuchteten Fahrradtacho (grad abgenommen), Renthal-Lenker und Ölthermometer.

Cockpit der Umbau-DR350N
Eine kleine Lampenmaske ist montiert worden, die Lichtausbeute war allerdings saumies. Ein Stahlflexbremsschlauch garantierte aber gute Verzögerungswerte.

Höhere Sitzbank noch von der DR350N, aber Blechtank von der normalen Version
Die 320mm-Bremsscheibe war eine Spezialanfertigung von ABM nur für diese Maschine. Die Gabel wurde mit Carbonfolie beklebt.

Schmankerl: 320mm-Bremsscheibe an der Suzuki DR350N und selbstgebauter Bremssatteladapter
Ein tolles Spielgerät mit leider etwas wenig Leistung, aber die Basis ist nach wie vor eine super Einsteigermaschine.
Tags: 320mm-Bremscheibe, ABM, Acerbis, DR350, Ölthermometer, Pirelli, Renthal, Stahlflexbremsleitung, Super Moto, Suzuki, Umbau

14. Oktober 2010 um 20:40
Ziemlich Coooler Umbau !!!!
Bin aber eher an der Sache mit dem US Modell Interessiert !! Besitze selber ein US Modell und Bräuchte jemanden, der über die US-Modelle etwas weiß oder in Erfahrung bringen könnte.
Würde mich über rückmeldung sehr Freuen
Mit freundlichen Grüßen Jonathan
18. Oktober 2010 um 15:45
Hi Jonathan,
schreib doch einfach mal, welche Infos Du brauchst. Vielleicht können wir Dir oder andere Mitlesende hier Informatonen hinterlassen.
Schöne Grüße!